Nachdenkliches

Brief an mein Herrchen!

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub – hurra!Wir fuhren mit dem Wagen, und Du hast am Strassenrand angehalten,die Tür ging, und Du hast einen Stock geworfen.Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.Aber als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da!In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen um Dich zu finden,aber vergebens.Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mitBald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr,aber Du bist nicht gekommen.Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, Du warst es nicht –es war der Mann, der mich gefunden hat.Er brachte mich in einen Raum – es roch nach Tod!Meine Stunde war gekommen.Geliebtes Herrchen, ich will, daß Du weißt, daß ich mich trotz des Leidens,daß Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere,und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte – ich würde auf Dich zulaufen,denn ich hatte Dich lieb!!!

Wie konntest Du nur?

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Posen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund.


Immer wenn ich „böse“ war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich „Wie konntest Du nur?“ – aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen. Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff.

Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn „Eiskrem ist schlecht für Hunde“, sagtest Du), und ich döste Stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete. Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen – und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest. Sie, jetzt Deine Frau, ist kein „Hundemensch“ – trotzdem hieß ich Sie in unserem Heim willkommen, versuchte Ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte Ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst.

Dann kamen die Menschenbabys, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem „Gefangenen der Liebe“. Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung – denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden – und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.

Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit „Ja“ geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von „Deinem Hund“ in „nur einen Hund“ verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge. Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und Sie werdet in eine neue Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für „Deine“ Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest „Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden“. Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in „mittleren“ Jahren erwartet – auch mit „Stammbaum“. Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie „Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!“ Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über den Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten „Wie konntest Du nur?“. Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du – dass Du Deine Meinung geändert hättest – dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei… oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten gegen das vergnügte Um- Aufmerksamkeit- Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete. Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her, den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein unangenehm ruhiger Raum.

Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte „Wie konntest Du nur?“. Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb „Es tut mir ja so leid“. Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre – einen Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als diese irdische Ort.

Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen geben, dass mein „Wie konntest Du nur?“ nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten. Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.


Die 10 Bitten eines Hundes

1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke dies, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich – ich lebe davon.

4. Sei mir nicht lange böse und sperr mich zur Strafe nicht ein. Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde – Ich aber
habe nur Dich!

5. Sprich mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehen kann, so kenne ich doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Überlege, wie immer Du an mir handelst – ich vergesse es nie.

7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, daß meine Zähne die Knöchelchen an Deiner Hand mit Leichtigkeit zerquetschen könnten, daß ich
aber keinen Gebrauch davon mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit „unwillig“, „bockig“ oder gar „faul“ nennst, bedenke: vielleicht plagt mich ja ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – denn auch Du möchtest im Alter Liebe und Geborgenheit spüren.

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: „Ich kann so was nicht sehen“  oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen“. Alles ist leichter für mich mit Dir.

…. wenn Du jetzt immer noch von Deiner Entscheidung überzeugt bist, weil Du all diese Verpflichtungen und Arbeiten gerne auf Dich nimmst, hast Du und Deine Familie eine gute Wahl getroffen und Ihr werdet viele schöne Jahre mit Eurem vierbeinigen Freund verbringen.


Wie fotografiert man einen Welpen?

1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.

2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie
in den Abfalleimer.

3. Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den
Kaffeesatz aus der Schnauze.

4. Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto

5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.

6. Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.

7. Platzieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur
Kamera.

8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren
nach.

9. Stellen Sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren
Welpen mit einem Leckerchen.

10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom
Nasenabdruck.

11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn weg (den Blitzwürfel natürlich!)

12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie die Kratzer auf der Nase
des Welpen mit etwas Gel.

13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den
Couchtisch.

14. Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken,
indem Sie ein Quietschpüppchen über Ihren Kopf halten.

15. Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen Sie Ihre Kamera unter
dem Sofa hervor.

16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken und

                                                                     sagen Sie zu ihm: „Nein – das machst du draußen!“

17. Rufen Sie Ihren Ehepartner, um Ihnen beim Aufräumen zu helfen.

18. Mixen Sie sich einen doppelten Martini.

19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich vor,
gleich morgen früh mit dem Welpen „Sitz“ und „Platz“ zu üben!


Klare Regeln für den Hund

Der Hund darf nicht ins Haus.
OK, der Hund darf ins Haus, aber nur in bestimmte Räume.
Der Hund darf in alle Räume, aber nicht auf die Möbel.
Der Hund darf nur auf alte Möbel.
Also gut, der Hund darf auf alle Möbel, aber nicht mit ins Bett.
OK, der Hund darf ins Bett, aber nur manchmal.
Der Hund darf im Bett schlafen, wann immer er möchte, aber nicht unter der Decke.
Der Hund darf nur manchmal unter der Decke schlafen.
Der Hund kann jede Nacht unter der Decke schlafen.
Menschen müssen um Erlaubnis bitten, wenn sie mit dem Hund unter der Decke schlafen möchten. 

Was wäre ein Leben
ohne Schwanzwedeln,
ohne eine feuchte Nase,
die an Dein Bein stupst,
ohne einen warmen Hundekörper
zu deinen Füßen am Ende eines langen Tages?
Ein
Hundeleben!


Die Zeitungsrolle

Eine zusammengerollte Zeitung kann ein nützliches Hilfsmittel sein, wenn man sie richtig anwendet.

Benutzen Sie beispielsweise die Zeitung, wenn der Hund  etwas anknabbert oder gerade ein Bächlein macht. Benutzen Sie sie nur, wenn Sie nicht im richtigen Zeitpunkt eingreifen konnten, weil sie nicht aufgepasst haben.

Nehmen Sie die Zeitung, schlagen Sie sich selbst sechsmal gegen den Kopf und wiederholen Sie dabei den Satz: Ich habe vergessen auf den Hund auszupassen.

Wenden Sie diese Technik immer wieder an.

Nach einigen Korrekturen werden Sie soweit konditioniert sein, dass Sie Ihren Hund im Auge behalten!

Die Zeitungsrolle sollte einzig und allein zu diesem Zweck verwendet werden.

Sobald Ihr Hund über Sie lacht, loben Sie ihn!


Wie Sie sich auf einen Welpen vorbereitet:

 

         Schütten Sie kalten Apfelsaft auf den Teppichboden und laufen Sie barfuß im Dunkeln herum.

         Gleich nach dem Aufwachen: Stellen Sie sich in den Regen (es ist stockfinster) und wiederholen Sie: Guter Hund, mach Pipi, beeil Dich, mach schon…

         Bedecken Sie Ihre beste Kleidung mit Hundehaaren. Bei dunkler Kleidung verwenden Sie helle Haare und bei heller Kleidung dunkle Haare. Lassen Sie in Ihrem Morgen-Kaffee einige Hundehaare schwimmen.

         Spielen Sie „Fangen“ mit einem nassen, schleimigen Tennisball.

         Rennen Sie barfuß durch den Schnee um das Gartentor zu schließen.

         Werfen Sie einen Wäschekorb mit sauberer Wäsche um und verteilen Sie die Stücke über den ganzen Boden.

         Springen Sie aus Ihrem Sessel, kurz bevor Ihre Lieblingssendung im Fernsehen vorbei ist und rennen Sie zur Tür, schreiend: Nein! Nein! Mach das draußen!

         Schütten Sie morgens Schokopudding auf den Teppich und warten Sie bis nach der Arbeit, um es sauber zu machen.

         Nehmen sie einen Schreubenzieher und schnitzen Sie Löcher in ein Bein Ihres Esstisches – es wird ja wohl eh angekaut.

         Nehmen Sie eine warme, weiche Decke aus dem Trockner und rollen Sie sich in sie ein. Deses Gefühl haben Sie, wenn ein Welpe auf Ihrem Schoß einschläft.

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